Deutlich verjüngt nach dem Kreisjugendtag

Der 10. Kreisjugendtag der Kyffhäuser-Kreissportjugend war gleichzeitig der erste in digitaler Form. Die Delegierten wählten dabei einen neuen Vorstand und verabschiedeten zwei kleinere Änderungen in der Jugendordnung.

Der Anreiseweg zum Kreisjugendtag war diesmal denkbar kurz - nämlich bis zum heimischen PC. Abgesehen von dieser neuen Perspektive auf den Bildschirm verlief die Tagung wie gewohnt, auch fast ohne technische Probleme. Mit 26 Teilnehmer:innen war sie sogar leicht besser besucht als die letzten Mitgliederversammlungen mit Präsenz.

Dr. Andreas Räuber (Präsident des Kyffhäuser-Kreissportbund) und Robert Fischer (Vorsitzender der Thüringer Sportjugend) nahmen in ihren Grußworten natürlich vor allem Bezug auf die derzeit schwierige Situation des organisierten Sports. Beide waren sich einig, dass der Kindersport bis 14 Jahre in Kleingruppen nur ein erster Öffnungsschritt sein darf. Die THSJ wolle mit der Verkürzung der Antragsfristen bei Anhebung der Fördersummen für Jugendbildungsprojekte sowie dem Projekt „Junges Engagement im Sport in Thüringen“ einen Beitrag zum Neustart im Vereinsleben leisten. Außerdem gab er einen Ausblick auf den Landesjugendtag im Herbst, bei dem ebenfalls ein neuer Vorstand zu wählen sein wird. Neu sei, dass die Beisitzer:innen nur noch für ein Jahr gewählt werden sollen, um so die Hemmschwelle der langfristigen Verpflichtung abzubauen. Außerdem soll mit der Aufnahme der sportlichen Jugendarbeit in die Jugendordnung die gesamte THSJ neu ausgerichtet werden.

Im Bericht des Vorstandes wurde deutlich, wie sehr die Coronapandemie auch die Jugendverbandsarbeit zu einer Pause zwang. Während 2019 viele Projekte erfolgreich umgesetzt werden konnten, fand 2020 fast nichts statt. Der Versuch, intensivere Beziehungen zu den Mitgliedsvereinen und -verbänden aufzubauen, erfuhr einen Dämpfer, sodass der Vorstand 2021 fast wieder am gleichen Startpunkt steht wie 2018. Viele Vereine stehen mit Sicherheit vor ähnlichen Problemen. Alle Details können im Bericht bzw. der Präsentation, die im Download zur Verfügung stehen, nachgelesen werden.

Der vielleicht wichtigste Akt des Abends war dann die Wahl des neuen Vorstandes. Mit Steffen Hommel (seit 1999), Barbara Barthel (seit 2012), Kitty Seidel (seit 2015) und Andreas Reich (seit 2017, zuvor Sportjugendkoordinator) beendeten gleich vier langjährige und verdienstvolle Vorstandsmitglieder ihre Tätigkeit. Nach intensiver Personalsuche in den vergangen Monaten, konnten immerhin drei neue Kandidat:innen gefunden werden, die sich neben Kevin Mangana und Jessica Saxe, die schon seit 2018 dem Vorstand angehören, den Aufgaben der Kreissportjugend stellen wollten.  Einstimmig wählten die Delegierten alle fünf zum neuen Vorstand. nur der sechste Posten bleibt vorerst unbesetzt. Die Hoffnung ist groß, eine geeignete Person zu finden, sobald der Sportbetrieb wieder losgehen kann.

Im vorletzten Tagesordnungspunkt verabschiedeten die Delegierte zwei kleine aber wichtige Änderungen in der Jugendordnung. Zum einen sind künftig virtuelle oder hybride Kreisjugendtage, Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen möglich. Zum anderen wurde in den Passus über den Vorstand der Kreissportjugend die Formulierung zur Wahl von "bis zu zwei Beisitzern" aufgenommen, sodass die Größe des Vorstandes etwas variabler ist als zuvor.

Abschließend dankte der alte neue Vorsitzende der Kyffhäuser-Kreissportjugend allen für den angenehmen Sitzungsverlauf und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass bald wieder Sport an sich, aber auch persönliche Treffen unter Sportlern möglich sein werden.

Text: ABa

Die wichtigsten Dokumente für alle, die nicht dabei sein konnten

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